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Meine Erfahrungen mit den neuen Stromanbietern

Zunächst versuchte ich, bei der FHE Hamburg für meinen Singlehaushalt günstig Strom zu bekommen. Irgendwann existierte deren Internetseite nicht mehr. Später erfuhr ich, dass dieser Verband etwas mit der Zeus AG zu tun hatte. Auch diese Firma kommt in entsprechenden Meinungen im Internet (dooyoo, ciao.com) nicht gut weg - sie soll Insolvenz angemeldet haben. Deren ehemalige Interessenten haben inzwischen ein Angebot von best-energy erhalten, dorthin zu wechseln, wobei Zeus-Kunden bevorzugt werden sollen.

Auf der Suche nach einem ähnlich günstigen Anbieter stieß ich auf die TIC Deutschland. Da sich das nun auch ziemlich in die Länge zieht, habe ich bei den oben angeführten Seiten im Internet nach Erfahrungen anderer mit der TIC Deutschland (www.tic-deutschland.de) gesucht. Leider erfuhr ich wieder nicht viel positives. Die TIC ändert die Vertragsbedingungen heimlich und bucht Vorauszahlungen ab, ohne Strom zu liefern. Natürlich sollen die zuviel eingezogenen Beträge bei der Abrechnung am Jahresende verrechnet werden. Bei den ehemaligen Monopolisten scheint die TIC kein Begriff zu sein.

Eine ähnliche Enttäuschung erlebte ich mit Vossnet. Dort soll jemand eine Aufnahmegebühr kassiert haben, aber dieser hatte angeblich nie die Absicht, dafür etwas zu tun.

Offenbar gibt es bei den neuen Stromanbietern mehrere schwarze Schafe. Nur weiß ich nicht, an wen ich mich wenden kann, um etwas über die Seriosität dieser Firmen zu erfahren. Günstig wäre eine Strom-Regulierungsbehörde, welche den Anbietern auf die Finger sieht und über deren Geschäftsgebarden aufklärt.

Und irgendwann sollten auch die Personen mit einem geringen Verbrauch einen günstigen, seriösen Anbieter finden. Im Augenblick fühle ich mich sehr alleingelassen und ziemlich verarscht.

Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat - oder sogar positive mit den genannten (Ich weiß, dass Yello-Strom seriös ist.) -kann mir schreiben:
MachDruck@web.de

14.11.: Ein Anruf bei meinem alten Stromversorger hat geholfen: Dort wurde mir gesagt, man habe vor über einem Monat ein Schreiben an mich gesendet. Mit TIC sei ein Netzdurchleitungsvertrag geschlossen worden. Im Augenblick warte ich auf das Schreiben.

Ende November: Da ich noch kein Schreiben erhielt, rief ich erneut bei der ESAG an. Nun sagte man mir, der Vertrag sei Ende September an die TIC geschickt worden, die ihn dann unterschreiben und zurücksenden muss. Die TIC muss ihn auch mir zur Unterschrift vorlegen. Da ich inzwischen bei Verbraucherforen wie dooyou.de und ciao.com andere Meinungen über TIC eingeholt hatte, war ich gegenüber der TIC extrem skeptisch. Deshalb versuchte ich, Kontakt aufzunehmen. Doch wie in den Foren beschrieben, ist dort niemand zu erreichen. Auf Anrufe reagiert ein Telefoncomputer, auf E-Mails erhält man die Antwort, man möge bitte per Brief anfragen. Dies tat ich. Ich forderte die TIC ultmativ zum 15.12.2000 auf, ein Lebenszeichen zu geben und mich über den gegenwärtigen Stand der Dinge zu unterrichten. Gleichzeitig widerrief ich auf der Sparkasse meine Einzugsermächtigung. Am 20.12. erhielt ich ein Schreiben der TIC vom 14.12., in welchem steht:

“ ... für die Belieferung mit elektrischer Energie berechnen wir Ihnen pauschal eine Akontozahlung in Höhe von 100,00 DM. Dieser Betrag und weitere Zahlungseingänge auf unserem Konto werden im Rahmen der Jahresabrechnung für das Jahr 2000 berücksichtigt, die Sie im Januar 2001 von uns erhalten. ...”

Erstens wurde ich bisher überhaupt nicht mit elektrischer Energie beliefert und zweitens konnte man mir auf meiner Sparkasse nicht sagen, was eine Akontozahlung ist. Sollte die TIC trotz meines Widerrufs die 100 DM abbuchen, muss ich mich innerhalb von 6 Wochen bei der Sparkasse melden, damit die Summe zurückgebucht wird.

Mein (Zwischen-)Fazit: Hände weg von TIC. Sie ist nicht erreichbar und sorgt mit obskuren Briefen für Verwirrung. Das ganze sieht furchtbar unseriös aus.

PS: Wer kann mir sagen was das “e. KFr.” nach der Firmenbezeichnung TIC Admin bedeutet? MachDruck@web.de

Nachträge:  “e.KFr.” bedeutet nach Informationen eines “Mitleidenden” “Eingetragene Kauffrau”. Die 100 DM wurden tatsächlich abgebucht, ich konnte sie aber rückbuchen lassen. Inzwischen (2002) ist es sehr ruhig um neue Anbieter geworden und die Preise scheinen wieder zu klettern (z.B. Yello).